Juli/August: Pflanzennamen
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Mädesüß (Christian Fischer, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:FilipendulaUlmaria.jpg)
Echtes Mädesüß
- Beschreibung:
Das Mädesüß ist eine wichtige Insektenpflanze mit hohen, verzweigten Stängeln, großen, gefiederten Blättern und einer dichten, cremeweißen Blütenwolke, die wie eine Ansammlung von kleinen Wattebüschel aussieht. Aus den süß duftenden Blüten lässt sich ein milder, aromatischer Tee herstellen. - Botanischer Name: Filipendula ulmaria (L.) Maxim.
- Deutscher Name: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Beschreibung, Bestimmung, Verbreitung: Floraweb (Deutsch)
- Anbauempfehlungen, Verwendung, weitere Namen: Plantamedia (Deutsch)
- Verwendung: Plants for a Future (Englisch)
- Botanische Klassifikation, Forschung, weitere Namen: World Flora Online (Englisch)
- Ordnung: Rosenartige (Rosales Bercht. & J.Presl)
- Familie: Rosengewächse (Rosaceae Juss.)
- Gattung: Mädesüß (Filipendula Mill.)
- Weitere Literatur und Links: Wikipedia (Deutsch)
- Sprachspinats-Aktivitätstipp:
- Aktivität:
- Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache oder in Büchern zu Pflanzennamen nach Namen suchen, die nicht das bedeuten, was sie auf den ersten Blick zu bedeuten scheinen – so wie beim Mädesüß, das nichts mit süßen Mädchen zu tun hat, sondern so heißt, weil es zum Süßen von Met verwendet wurde. (s. auch Liebstöckel, Eberesche)
- Zur Belohnung für die Recherche Rezepte mit Mädesüß ausprobieren, z.B. Sirup oder Blütenlimonade, dabei aber unbedingt mögliche Unverträglichkeiten berücksichtigen!
- Sprache: Reflexion über Wortbedeutungen, Sprachwandel und volksetymologische Umdeutungen
- Natur: Wissen über die Inhaltsstoffe und Verwendung von Mädesüß (und ggf. den anderen recherchierten Pflanzen) in Küche und Heilkunde lernen
- Aktivität:

Schmalblättriges Weidenröschen (kallerna, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maitohorsma_(Epilobium_angustifolium).JPG)
Schmalblättriges Weidenröschen
- Beschreibung:
Das Schmalblättrige Weidenröschen wächst aufrecht und bildet lange, schmale Blätter, die dicht am Stängel sitzen. Seine rosafarbenen bis purpurfarbenen Blüten öffnen sich nacheinander und geben der Pflanze ein kerzenartiges Aussehen. Es ist eine gute Nektarquelle. - Botanischer Name: Epilobium angustifolium L.
- Deutscher Name: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Beschreibung, Bestimmung, Verbreitung: Floraweb (Deutsch)
- Anbauempfehlungen, Verwendung, weitere Namen: Plantamedia (Deutsch)
- Verwendung: Plants for a Future (Englisch)
- Botanische Klassifikation, Forschung, weitere Namen: World Flora Online (Englisch)
- Ordnung: Myrtenartige (Myrtales Juss. ex Bercht. & J.Presl)
- Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae Juss.)
- Gattung: Weidenröschen (Epilobium L.)
- Weitere Literatur und Links: Wikipedia (Deutsch)
- Sprachspinats-Aktivitätstipp:
- Aktivität: Recherche zu Pflanzen mit den Bestandteilen blättrig und Weide in Pflanzendatenbanken wie Plantamedia oder NaturaDB und Analyse dazu, was uns diese Pflanzennamen über Verwandtschaftsverhältnisse oder Ähnlichkeiten im Aussehen sagen.
- Sprache:
- Herausfinden, dass die Endposition im Kompositum (z.B. Rosmarinweide) und oft etwas über die Zugehörigkeit zu bestimmten Gattungen oder Arten sagt, während die Erstposition im Kompositum (z.B. bei Weidenröschen) oder ein Adjektiv (z.B. weidenblättrige Birne) sich eher auf das Aussehen beziehen
- Ausweitung der Diskussion auf Duftähnlichkeiten und den Vergleich der Präzision von botanischen und deutschen Namen durch Aktivitäten mit Pflanzen, deren Namen Basilikum, Minze, Thymian und Zitrone enthalten (Zitronenbasilikum, Zitronenminze, Zitronenthymian, …)
- Zubereitung eines leckeren Sommergetränks aus Weidenröschen
- Natur: Einsichten in die Beziehung zwischen Pflanzennamen und Verwandtschaftsverhältnisse zwischen Pflanzen:
- in botanischen Pflanzennamen stets wiedergegeben,
- in deutschen Pflanzennamen z.T. auch ausgedrückt (z.B. bei Weide und Rosmarinweide),
- aber nicht immer zuverlässig; vgl. z.B. den Namen Katzenminze, der keine „echte“ Minze bezeichnet, sondern eine Pflanze aus einer anderen Gattung (Nepeta) als die Pfefferminze (Mentha)

Wiesenbärenklau; Originalbeschriftung: Tafel 451. Heracleum Spondylium L. A Teil der Pflanze. 1 Stempel; 2 halbreife Frucht; 3 Fruchtträger mit den Früchtchen ; 4 Fruchtquerschnitt. (Thomé, Otto Wilhelm;, Public domain, via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heracleum_sphondylium_(Thom%C3%A9_Bd.3_1905,_BHL-81509,_Tafel_451)_clean.jpg)
Wiesenbärenklau
- Beschreibung:
Der Wiesenbärenklau ist eine kräftige, hochwachsende Pflanze mit großen, tief eingeschnittenen Blättern und breiten, weißen Doldenblüten. Die Stängel enthalten weiches Mark und sind leicht gerillt, die Blütenstände ziehen viele Insekten an. Die Pflanze ist essbar und lecker; man sollte sie allerdings nur sammeln, wenn man sie eindeutig bestimmen kann, da Verwechslungsgefahr mit giftigen oder hautreizenden Doldenblütlern besteht (s. Aktivitätstipp). - Botanischer Name: Heracleum sphondylium L.
- Deutscher Name: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache
- Beschreibung, Bestimmung, Verbreitung: Floraweb (Deutsch)
- Anbauempfehlungen, Verwendung, weitere Namen: Plantamedia (Deutsch)
- Verwendung: Plants for a Future (Englisch)
- Botanische Klassifikation, Forschung, weitere Namen: World Flora Online (Englisch)
- Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales Nakai)
- Familie: Doldenblütler (Apiaceae Lindl.)
- Gattung: Bärenklau (Heracleum L.)
- Weitere Literatur und Links: Wikipedia (Deutsch)
- Sprachspinats-Aktivitätstipp:
- Aktivität: Doldenblütler bestimmen mit Apps und Bestimmungsbüchern, unterstützt von YouTube-Videos aus einer Playliste zu Doldenblütlern
- Sprache:
- Erweiterung des Wortschatzes zur Beschreibung von Stiel-, Blüten- und Blattformen (z.B. gefiedert, behaart, gefurcht, verzweigt, hohl, doldenförmig),
- Beschäftigung mit der Etymologie und Bedeutung von Pflanzennamen und damit, was sie uns über unseren Umgang mit Pflanzen aussagen, z.B. gefleckt als Hinweis auf ein wichtiges Erkennungsmerkmal der Giftpflanze gefleckter Schierling, Hund in Hundspetersilie als Zeichen der Abwertung für diese petersilienähnliche Giftpflanze, Engelswurz als Name für eine Heilpflanze oder Knollen/Stauden/Stangen/Schnitt/Bleich-Sellerie als Bezeichnungen für bestimmte Zucht- bzw. Anbauformen von Sellerie.
- Natur: Erkennungsmerkmale und Inhaltsstoffe von Doldenblütlern kennenlernen, auch im Vergleich zu anderen für Kräuterpädagogik, Ernährung oder Medizin wichtigen Pflanzenfamilien