Sprachspinat-Sammelkalender: März 2026

März: Was Pflanzennamen uns über die Pflanze erzählen

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Bärlauch (Adrian Michael, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/B%C3%A4rlauch_bl%C3%BChend.JPG)

Bärlauch (Adrian Michael, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/B%C3%A4rlauch_bl%C3%BChend.JPG)

Bärlauch

Lungenkraut

Lungenkraut

Geflecktes Lungenkraut

  • Beschreibung:
    Lungenkraut bildet dichte Horste mit gefleckten oder rauen Blättern und kleinen Blüten, die von rötlich über violett zu blau wechseln. Es ist ein früher Nektarspender für Insekten und ein Bodendecker an schattigen Stellen. Der Name geht auf die Ähnlichkeit der Blätter zurück, die in der sogenannten Signaturenlehre als Hinweis auf seine Heilwirkung bei Atemwegserkrankungen gedeutet wurde. Diese ist jedoch bislang wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.
  • Botanischer Name: Pulmonaria officinalis L.
  • Deutscher Name: Digitales Wörterbuch des Deutschen
  • Beschreibung, Bestimmung, Verbreitung: Floraweb (Deutsch)
  • Anbauempfehlungen, Verwendung, weitere Namen: Plantamedia (Deutsch)
  • Verwendung: Plants for a Future (Englisch)
  • Botanische Klassifikation, Forschung, weitere Namen: World Flora Online (Englisch)
  • Weitere Literatur und Links: Wikipedia (Deutsch)
  • Sprachspinats-Aktivitätstipp:
    • Aktivität: Beobachtung von Blütenfarbe und Insektenbesuch, Erstellung eines Tagebuchs dazu, parallel dazu Recherche zur Bestäubung und zum Lungenkraut und seinem Namen und Blütenfarbwechsel; vgl. z.B. dieses Buch für die 3. oder 4. Klasse der Grundschule:
      Gutjahr, A. (2025). Lernwerkstatt Bestäubung: Ein spannender Blick in die faszinierende Welt der Blüten (1. Aufl.). Kohl‑Verlag.
    • Sprache: Erwerb von Eigenschaften der Textsorte Beobachtungstagebuch sowie Wortschatzerweiterung in drei Bereichen: Insektennamen, Farbwörter (hellrosa, hellblau, pink, rötlich, violett etc.) sowie Verben der Veränderung (z.B. werden, sich (ein)färben, (ver)ändern, wechseln)
    • Natur: Erwerb von Kenntnissen über (i) Blüten, Bestäubung und Farbwechsel bei Blüten sowie (ii) die Signaturenlehre, der zufolge das Aussehen von Pflanzen auf ihre medizinischen Anwendungsmöglichkeiten hinweist.
Wiesenschaumkraut (H. Zell, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Cardamine_pratensis_002.JPG)

Wiesenschaumkraut (H. Zell, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Cardamine_pratensis_002.JPG)

Wiesenschaumkraut

  • Beschreibung:
    Das Wiesenschaumkraut ist eine zierliche, feuchtigkeitsliebende Wildblume mit hellen, vierzähligen Blüten, die im Frühjahr auf Wiesen und an Bachrändern erscheint. Es zeigt oft dichte Blütenstände und ist ein typischer Frühlingsanzeiger; die jungen Blätter haben aber einen scharfen, senfartigen Geschmack.
  • Botanischer Name: Cardamine pratensis L.
  • Deutscher Name: Digitales Wörterbuch des Deutschen
  • Beschreibung, Bestimmung, Verbreitung: Floraweb (Deutsch)
  • Anbauempfehlungen, Verwendung, weitere Namen: Plantamedia (Deutsch)
  • Verwendung: Plants for a Future (Englisch)
  • Botanische Klassifikation, Forschung, weitere Namen: World Flora Online (Englisch)
  • Weitere Literatur und Links: Wikipedia (Deutsch)
  • Sprachspinats-Aktivitätstipp:
    • Aktivität: Recherche zum Namen Wiesenschaumkraut, die ergibt, dass er sich auf die in der Blütezeit oft zu findenden Schaumnester (weiße Schaumhäufchen) am Wiesenschaumkraut bezieht, die von Schaumzikaden‑Larven produziert und volkstümlich Kuckucksspeichel oder Kuckucksspucke genannt werden, da sie besonders im Frühling auftreten, wenn auch der Kuckuck ruft (s. auch Namen wie Kuckucksblume)
    • Sprache: Erkenntnis, dass Namen wie Wiesenschaumkraut und Kuckusspeichel nicht immer das bezeichnen, was man zuerst denkt – auch wenn z.B. der Schriftsteller Martin Walser die naheliegende Interpretation zu bevorzugen scheint, dass eine Wiese mit Wiesenschaumkraut schaumübersät aussieht: „Lilaweiß und gelb schäumte das Wiesengrün von Wiesenschaumkraut und Hahnenfuß.“ (S. 186 in Walser, M., 1998): Ein springender Brunnen. Suhrkamp)
    • Natur: Wissen über Zusammenhänge zwischen Tieren, Pflanzen und Jahreszeiten am Beispiel des Befalls von Wiesenschaumkraut durch Schaumzikaden im Frühjahr

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