Materialien zum Online-Workshop: „Spiele zur Sprach- und Leseförderung bei Kindern“

Bücher und Gemüsealphabet-Plakat für das Lesementoring

Am 13.11.2025 habe ich einen Online-Workshop beim Mentor Bundesverband für Leseförderung gehalten. Meine Materialien kann man HIER als pdf-Datei herunterladen. Die Teilnehmenden haben im Chat des Online-Meetings viele Spiele aus ihren eigenen Lesestunden vorgeschlagen. Beate Mies hat diesen Chat gespeichert und mit der künstlichen Intelligenz (KI) ChatGPT die Spiele herausgesucht und in verschiedene Gruppen eingeteilt. Das Ergebnis können sie HIER als pdf-Datei herunterladen. So können Sie auch gleich sehen, was die KI alles (noch nicht so ganz) kann. Es ist auf alle Fälle eine sehr nützliche Liste entstanden!

Außerdem gibt es im heutigen Blogbeitrag natürlich – wie immer auf dem Sprache-Spiel-Natur.de-Blog – auch einen persönlichen Sprachspinat-Tipp zur Verbindung von Sprachbildung, Naturbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diesmal geht es darum, wie man Lesespiele für Naturthemen finden oder selbst gestalten kann.

Tisch mit Lesespielen beim Lesementoring-Workshop für die VHS Köln

Tisch mit Lesespielen beim Lesementoring-Workshop für die VHS Köln

Mein persönlicher Sprachspinat-Tipp

Wer nach Lese- und Sprachförderspielen mit Naturbezug sucht, kann sich auf den Webseiten der folgenden Verlage umschauen, die ganz unterschiedliche Lese- oder Lernspiele anbieten:

Man kann aber auch Spiele verwenden, bei denen es explizit um Pflanzen bzw. Pflanzenfamilien geht, z.B.:

Manchmal findet sich bereits Text auf den Materialien, z.B. auf den Karten. Falls dies nicht der Fall ist, kann man Lesen in die Spiele integrieren, indem man gemeinsam die Spielanleitungen bzw. die beigelegten Infoheftchen zu den Pflanzen liest.

Bildkärtchenspiele mit Pflanzenbildern und Text für die Leseförderung

Bildkärtchenspiele mit Pflanzenbildern und Text für die Leseförderung

Im Vortrag hatte ich gezeigt, wie man mit einer KI (s. Folien dazu) Listen von Reimpaaren erstellen kann. Eine solche Liste kann man auch spezifischer auf ein Thema eingrenzen. So habe ich z.B. nach einer Liste von Reimpaaren gefragt, bei denen alle Wörter existierende Tiere oder Pflanzen bezeichnen. Dabei gab es zunächst auch ein paar Reime, die nicht so gut waren. Daher bat ich die KI, bei allen Reimen zu erklären, warum sie „echte“ Reime sind. Danach hat sich die KI auf solche Reime beschränkt. Das Ergebnis war eine Liste mit den folgenden 10 Reimpaare mit Tier- und Pflanzennamen:

  1. Fuchs – Luchs
  2. Maus – Laus
  3. Lachs – Dachs
  4. Hecht – Specht
  5. Reh – Klee
  6. Kuh – Gnu
  7. Mimose – Rose
  8. Weide – Heide
  9. Kamille – Vanille
  10. Melisse – Narzisse

Mit diesen Reimpaaren könnte man jetzt Memo- oder Dominospiele basteln. Dazu könnte man die Wörter auf Papier- oder Pappreste schreiben und sie ggf. in Ausweishüllen (ID-Halter) stecken, statt sie zu laminieren. So braucht man kein Laminiergerät und erzeugt keine nicht-recycelbaren laminierten Kärtchen. Die Ausweishüllen bekommt man oft bereits gebraucht von Tagungen, Fortbildungen etc. Man kann sie mehrfach nutzen und – falls sie doch einmal unbrauchbar werden sollten, als reines Plastik eher recyceln als die laminierten Kärtchen.

Kräuternamen zuordnen beim PLURI-Workshop mit dem Sprachspinat-Toolkit

Kräuternamen zuordnen beim PLURI-Workshop mit dem Sprachspinat-Toolkit

Man kann für Memo- oder Dominospiele auch Paare von Wörtern und Bildern für Tieren oder Pflanzen bilden. Dazu kann man z.B. die Tierzeichnungen aus dem Sprachspinat-Toolkit verwenden. Informationen dazu und den Download-Link findet man in einem früheren Blogartikel. Ideen für Spiele mit diesen Kärtchen sowie Ideen für Spiele mit Naturmaterialien oder Naturthemen findet man in einem Blogartikel zu einem naturorientierten VHS-Lesementoring-Workshop, den ich in Aachen gehalten habe. Weitere Blogartikel zur Sprach- und Leseförderung findet man mit dem Tag Lesementoring.

Einige Bilder aus dem Bilderset „Sprachspinat-Tierfamilien“

Vielen Dank nochmal an alle Teilnehmerinnen für ihre vielen Tipps – und natürlich auch an das tolle Team vom Mentor Bundesverband für Leseförderung, das mich eingeladen und sehr gut informiert und technisch unterstützt hat (Barbara Zoschke, Beate Mies und Andrea Pohlmann-Jochheim)! Ich gebe bei der VHS Köln auch ähnliche Workshops in Präsenz. Diese findet man auf der entsprechenden Webseite. Sie können mich gerne auch zu anderen Veranstaltungsorten einladen.