Bei meinen beiden Workshops für die LESEMENTOR-Fachtagung am 25.4. in Lübeck haben wir erkundet, wie wir mit Künstlicher Intelligenz (KI) Texte individuell an Interessen, Alter und Leselevel von Kindern und Jugendlichen anpassen können. Außerdem erstellten wir mit der KI Listen mit Wörtern für Lesespiele, zum Beispiel Reimwörter, Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben oder Wörter, die oft zu Leseschwierigkeiten führen. Wir gingen auch auf den Einsatz von KI-Bildern und Musik ein. Außerdem verglichen wir verschiedene Möglichkeiten der KI-Nutzung und verschiedene KIs, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz.
Zum Herunterladen:
Bei meinem heutigen persönlichen Sprachspinat-Tipp zur Verbindung von Sprachbildung, Naturbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung geht es darum, wie man Kinder, die nicht gerne lesen, im Garten zum Lesen und Schreiben motivieren kann.
Inhalt
- Das Programm des Fachtags
- Meine Workshop-Materialien und -Angebote
- Lesetipps zur Vertiefung
- Mein persönlicher Sprachspinat-Tipp
- Beschriftungen von Pflanzen und Saatgut
- Schatzsuchen und andere Spiele im Garten
- Bastelanleitungen und Rezepte
- Informationen zur Nutzung des Gartens
Das Programm der Fachtagung
Wir wurden begrüßt durch die Vorsitzenden Huguette Morin-Hauser und Andrea Pohlmann-Jochheim, durch die ehrenamtliche Kulturmanagerin Antje Peters Hirt und durch Martina Brunk, die Vorsitzende von LESEMENTOR Lübeck.
Danach gab es einen sehr lebendig präsentierten und informativen Impulsvortrag von Dr. Pauline Schröter: Was beim Lesen im Gehirn passiert. Wer nicht dabei sein konnte, oder das Gehörte noch einmal vertiefen möchte, kann sich einen 11-minütigen älteren Vortrag von ihr bei einem Science Slam auf YouTube ansehen.
In den Pausen konnte man sich einen Themen-Parcours mit Büchertischen und Info-Ständen zum Lesementoring ansehen. Danach gab es parallele Workshops:
- KI für die Lesestunde nutzen
- KI für die Vereinsarbeit nutzen
- Mit Kindern ein Comic oder Bilderbuch erstellen
- Vereinsarbeit A-Z: Wie der MENTOR Campus Vereine entlastet und inspiriert
- Leseförderung im Bereich DaZ: Praxistipps aus dem Schulalltag
Das komplette Programm kann man HIER herunterladen.
Meine Workshop-Materialien und -Angebote
Die Folien für meine beiden Workshops zur Nutzung von KI für die Lesestunde findet man HIER zum Download. Wenn man die praktischen Übungen selbst machen möchte, kann man sich die Prompts dafür HIER herunterladen.
Die Workshopmaterialien für meine früheren LESEMENTOR-Workshops zu Spielen, KI oder Naturmaterialien für die Lesestunde findet man auf meinem Blog mit dem Tag Lesementoring zum kostenlosen Download. Informationen zu geplanten Workshops findet man auf meiner Angebotsseite und in meinem Newsletter. Wer mich für die Planung von Workshops kontaktieren möchte, kann dies über mein Kontaktformular tun.

Empfehlenswerte Bücher von Rosemary Tracy zur Mehrsprachigkeit, die wichtige Informationen zum Umgang mit mehrsprachigen Kindern in der Lesestunde enthalten
Lesetipps zur Vertiefung
In Pausengesprächen beim Fachtag ergaben sich einige weiterführende Fragen zum Erwerb des Lesens und zur erfolgreichen Leseförderung sowie zum Umgang mit Mehrsprachigkeit. In diesen Gesprächen hatte ich schon auf verschiedene Publikationen hingewiesen. Hier sind diese Texte und weitere Informationen.
- Kurze, informative und kostenlose Texte zu Leseförderung und Mehrsprachigkeit findet man auf der Webseite des Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung (neuer Name, früher: Mercator-Institut Sprachförderung und sprachliche Bildung):
- Die Faktenchecks des Mercator-Instituts beantworten häufig gestellte Fragen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Forschung, z.B. die Frage Macht es tatsächlich einen Unterschied, ob Kinder und Jugendliche auf dem Papier oder am Bildschirm lesen? oder Stimmt es, dass das Lernen mehrerer Sprachen zur selben Zeit Kinder überfordert und dazu führt, dass sie keine Sprache richtig erwerben?
- Kostenlos herunterladbare Flyer zur Mehrsprachigkeit, verfügbar in vielen Sprachen auf der Webseite des Berliner Interdisziplinären Verbundes für Mehrsprachigkeit (BIVEM)
- Blogartikel zur Mehrsprachigkeit auf dem Sprache-Spiel-Natur.de-Blog

Natursteinmauer, Küchenkräuter, Wildkräuter und Obst am Jugendzentrum Köln Weiden, wo wir z.B. die Beschriftung von Saatguttütchen und Anleitungen für Saatgutkugeln lesen
Mein persönlicher Sprachspinat-Tipp
Im Garten verbinden sich Sprachbildung, Naturbildung und BNE nicht nur durch Gespräche, sondern auch durch praktische Aktivitäten. Kinder, die ungern lesen, lassen sich motivieren, wenn Lese‑ und Schreibaufgaben funktional in Gartenaktivitäten eingebettet werden.
Beschriftungen von Pflanzen und Saatgut
- Selbst Kinder, die keine Bücher mögen, lesen oft gerne die Beschriftungen von Samentütchen oder -döschen, um die Samen auszuwählen, die sie am liebsten säen möchten. Dabei hilft es, wenn die Tütchen oder Döschen keine Bilder aufweisen, die Hinweise auf den Inhalt geben.
- Auf den Schildchen an Pflanztöpfchen stehen oft nützliche Informationen über die Standortansprüche und den Wasserbedarf der Pflanze, die man gemeinsam anschauen kann. Diese Informationen kann man auch dazu nutzen, um gemeinsam Gießpläne zu schreiben, auf denen man dann nachlesen kann, welche Pflanzen wann gegossen werden müssen.
- Man kann Schildchen an Pflanzen im Beet lesen oder selbst welche schreiben, um zu sehen, um welche Pflanzen es sich handelt.

Zitronenblattstecklinge eintopfen und beschriften mit Ausweishüllen, Schnurresten und selbst angepflanzten Bambusstöckchen
Schatzsuchen und andere Spiele im Garten
- Wenn man Pflanzenschildchen im Beet hat, kann man für eine Suchaktivität auch Tierfiguren neben Pflanzen vergraben, deren Namen Tiere enthalten, z.B. Schafgarbe oder Gänseblümchen. Solche Pflanzen gehören zum Sprachspinat-Insektengarten.
- Eine Schatzkarte mit Pflanzennamen fördert die genaue Erkundung des Gartens, das Pflanzenkennenlernen und die Lesemotivation.
- QR‑Codes auf Pflanzenschildern können zu weiteren Informationen führen (z. B. in Wikipedia oder Pflanzendatenbanken). Das macht Recherche interaktiver als das Nachschlagen im Buch. Außerdem kann man solche QR-Codes

Zum mehrsprachigen Lesen im Garten: Pflanzenbeschilderung im interkulturellen Naschgarten in Lübeck
Bastelanleitungen und Rezepte
Ich habe beispielsweise mit Kindern Saatgutkugeln hergestellt. Dabei haben wir auch auf mein Sprachspinat-Saatgutkugel-Rezept geschaut. Wie man ein solches Rezept sprachlich zugänglich gestaltet und sprachbildend einsetzen kann, habe ich in einem Sprachspinat-Tipp zu einem früheren Blogbeitrag beschrieben.

Auch Rezepte mit Gartenzutaten lassen sich mit bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitungen und kurzen, einfachen Sätzen sprachbildend gestalten und als Leseaufgaben nutzen.

Mittagessen bei einem Praxiswochenende der Kräuterpädagogikfortbildung: Salat mit Wildkräutern und essbaren Blüten
Informationen zur Nutzung des Gartens
Außerdem kann man Schilder aufstellen, die einen Überblick über den Garten bzw. seine Nutzung geben. Dies habe ich z.B. nach dem LESEMENTOR-Workshop im interkulturellen Lübecker Naschgarten gesehen.

Überblickstafel im interkulturellen Naschgarten in Lübeck – auch als Lesestoff im Garten geeignet…
Pflanzen- und Gartenbeschilderungen wollen wir in dieser Gartensaison auch im Garten des Jugendzentrums Köln Weiden anbringen, wo ich zusammen mit Thorsten Neugebauer und Philipp Eisenlohr die Garten-AG anbiete. Inklusive Varianten solcher Schilder, bei denen viele Bilder und METACOM-Symbole eingesetzt werden, planen wir für den gerade entstehenden Sprachnaschgarten in Duisburg Großenbaum, den ich im Hinblick auf Pflanzenwahl, begleitende Bildungsmaterialien und alltagsintegrierte Sprachbildung berate.

Der Sprachnaschgarten des Bürgervereins Duisburg Großenbaum/Rahm e.V.
Wer mehr zu meinen anstehenden Workshops und Beratungsangeboten erfahren möchte, findet Informationen auf meiner Angebotsseite. Workshopankündigungen bietet auch mein Newsletter.
Viel Spaß bei den Leseaktivitäten im Garten oder in der Schule!
Lesespiele-Tisch bei der LESEMENTOR-Fachtagung